Walter Scheel neu entdecken: Öffentlicher Empfang zum 10. Todestag am 24. August 2026 in Bad Krozingen

Veröffentlicht von Thilo Jakob am

Anlässlich des zehnten Todestages von Walter Scheel laden die Stadt Bad Krozingen und der Freundeskreis Walter Scheel e. V. am Montag, 24. August 2026, um 17 Uhr zu einem öffentlichen Empfang in das neueröffnete Walter-Scheel-Museum im Rathaus ein. Im Mittelpunkt stehen Scheels politisches Leben, sein original erhaltenes letztes Büro und die Frage, welche Bedeutung seine Überzeugungen für die Gegenwart haben.

Walter Scheel war von 1974 bis 1979 vierter Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor amtierte er als Bundesminister des Auswärtigen und als Vizekanzler in der Regierung Willy Brandt. Als liberaler Politiker und überzeugter Europäer setzte er sich für internationale Verständigung, die europäische Einigung und eine offene demokratische Gesellschaft ein.

Das Walter-Scheel-Museum vermittelt anhand persönlicher Erinnerungsstücke und historischer Dokumente einen unmittelbaren Eindruck von Scheels Leben und politischem Wirken. Die neue Dauerausstellung wird durch das von Dr. Christoph Wirtz verfasste Buch „Walter Scheel | Liberaler, Europäer, Staatsmann“ inhaltlich eingerahmt, das zentrale Stationen der Biografie Scheels in den historischen Zusammenhang der Bundesrepublik einordnet.

Der Empfang ist bewusst nicht als klassischer Gedenkakt angelegt. Nach Grußworten von Oberbürgermeister Volker Kieber und dem Vorsitzenden des Freundeskreises Walter Scheel, Prof. Dr. Valentin Weislämle, sowie einer Einführung in das Leben Scheels durch Dr. Christoph Wirtz sind die Gäste zu einem offenen Austausch eingeladen. Im Gespräch soll es darum gehen, was Walter Scheels Verständnis von Freiheit, Europa, politischer Verantwortung und demokratischem Dialog heute noch zu sagen hat.

„Walter Scheel hat stets daran geglaubt, dass Demokratie vom Gespräch lebt. Deshalb soll dieser Abend kein Gedenkakt im klassischen Sinne sein, sondern ein lebendiger Bürgerdialog über die Werte, die unsere Gesellschaft heute zusammenhalten“, so Oberbürgermeister Volker Kieber.

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